Für Familien in den betroffenen Gemeinden ist Immensee nicht einfach irgendein ausserkantonales Gymnasium. Je nach Wohnort ist es die naheliegende und gut erreichbare Lösung. Fällt die Finanzierung weg, kann der Schulweg an ein Luzerner Langzeitgymnasium täglich bis zu rund einer Stunde länger dauert-
«Es kann nicht sein, dass Jugendliche künftig deutlich länger unterwegs sind, obwohl eine passende Schule praktisch vor ihrer Haustüre liegt», sagt Kantonsrätin Sarah Arnold. «Bevor Familien ihre Bildungsentscheide treffen müssen, braucht es Klarheit darüber, weshalb keine regionale Lösung möglich sein soll.»
Die FDP will deshalb wissen, welche rechtlichen Alternativen der Regierungsrat geprüft hat und weshalb eine regional begrenzte Lösung für die fünf Gemeinden verworfen wurde. Auch die finanziellen Folgen müssen geklärt werden. Der Kanton rechnet mit Einsparungen von rund 185'000 Franken pro Jahr. Offen bleibt jedoch, wie hoch die tatsächliche Nettoeinsparung ist, wenn die zusätzlichen Schülerinnen und Schüler stattdessen an Luzerner Kantonsschulen unterrichtet werden müssen.
Die FDP fordert sinnvolle, pragmatische und familienfreundlich Schulwege. Kantonsgrenzen dürfen dabei nicht wichtiger sein als vernünftige Lösungen für die betroffenen Jugendlichen und Familien.